Mei­ne Wan­de­rung nach Rothen­bühl im März 2018

Im Früh­jahr 2018 mach­te ich zuletzt mei­ne zwei­te Wan­de­rung nach Rothen­bühl, nach­dem ich bereits im Jahr 2015 dort zuletzt war. Die nun aktu­el­le Wan­de­rung im Juni 2018 ist mei­ne drit­te Wan­de­rung, die nach nur 3 – 4 Mona­te seit zwei­ter Wan­de­rung im Jahr 2018 statt­fand. In der nun neus­ten Wan­de­rung war kla­res Som­mer­wet­ter mit son­ni­gen Tem­pe­ra­tu­ren gewe­sen.

Eini­ge fami­liä­re Umstän­de führ­ten dazu, dass ich die Schweiz viel frü­her besuch­ten konnte/​musste, also ich es geplant habe. Trotz die­ses Umstan­des ver­such­te ich, das Mög­li­che an Infor­ma­tio­nen im Bezug auf die Erfor­schung der Nach­fah­ren von Johan­nes ROTHENPIELER und die Anfän­ge des Gehöfts Rothen­bühl in Erfah­rung zu brin­gen.

Bei die­ser Wan­de­rung woll­te ich dies­mal auch den Rothen­büh­legg bestei­gen. Das ist im Grun­de genom­men die Berg­spitz bzw. die Berg­kup­pel des gesam­ten Rothen­bühl-Are­als. Auf den Rothen­büh­legg befin­det sich zudem ein Baum, den ich umgangs­sprach­lich als Rothen­büh­legg­baum bezeich­net. Das Bestei­gen des Rothen­büh­leggs ist zugleich der Höhe­punkt die­ser Wan­de­rung.

Es sei im Übri­gen auch zu erwäh­nen, dass ich dies­mal etwas weni­ger Fotos von der Land­schaft und den ein­zel­nen Gehöf­ten gemacht habe. Der Grund ist, dass bei die­ser Wan­de­rung mein Smart­pho­ne und ins­be­son­de­re mei­ne Foto-App eini­ge Pro­ble­me berei­tet haben.

Ver­schie­de­ne Rothen­pie­ler-Nach­kom­men aus Witt­gen­stein und ver­ein­zelt aus ande­ren Tei­len Deutsch­lands fah­ren meist mit dem Auto nach Rothen­bühl, wobei gele­gent­lich auch Ernst ROTHENBÜHLER aus Big­len der ört­li­che Rei­se­füh­rer ist. Ich per­sön­lich bevor­zu­ge lie­ber das Wan­dern, da mir einer­seits kein Auto zu Ver­fü­gung steht und ande­rer­seits ich noch jung und fit genug bin, um die Stre­cke zu bewan­dern. Für mei­ne Wan­de­run­gen rei­se ich meist mit dem Zug bis nach Grü­nen­matt an.

Wie bereits bei mei­ner ers­ten Wan­de­rung im Jahr 2015 und im März 2018 begann ich von der Ort­schaft Grü­nen­matt los­zu­wan­dern. Ich wan­der­te also wie­der die glei­che Rou­te nach Rothen­bühl. Dies war die kür­zes­te und direk­tes­te Rou­te und führ­te u. a. an fol­gen­de Gehöf­te vor­bei: Unte­re Hal­den, Dürr, Eigen, Neu­haus, Hop­fern, Wagnersh(a)us und Kramers­haus („Chramers­hus“) in der Tal­schaft Hei­mis­bach. Anschlie­ßend ging es über Unter-, Mit­tel- und Hin­ter-Schwar­zen­egg wei­ter, wo man nach dem Gehöft Mät­ten­acker schließ­lich Rothen­bühl (genau­er: Ober-Rothen­bühl) erreich­te.

Streng­ge­nom­men ist dies kei­ne Wan­der­rou­te, son­dern eine Rou­te für fah­ren­de Autos. Doch ich kon­zen­trier­te mich bei der Wan­de­rung auf die öffent­li­chen Stra­ßen, da ich die­se für ein bes­se­res Mit­tel hal­te, das Ziel zu errei­chen, anstatt die Wan­der­we­ge zu ver­wen­den, die etwas län­ger und unebe­ner sind. Wäh­rend der Wan­de­rung mach­te ich von eini­gen, schö­nen Gegen­den ein paar Fotos.

Der wei­te­re Ver­lauf wird durch Weg­wei­ser mit der Auf­schrift „Schwar­zen­egg, Mät­ten­acker, Rothen­bühl“ gekenn­zeich­net. Der wei­te­re Weg führt berg­auf. Die­ser Auf­stieg ist eine gute, kör­per­li­che Her­aus­for­de­rung.

Schließ­lich bin ich oben in Rothen­bühl (genau­er: Ober-Rothen­bühl) ange­kom­men. Sogleich mach­te ich mich dar­an, auf den Rothen­büh­legg hin­auf­zu­stei­gen. Für den Auf­stieg kann man aller­dings nicht jede Berg­sei­te benut­zen. Denn den Berg kann man nur von hin­te­rer Sei­te bestei­gen. Dazu muss man die Berg ein­mal zu Hälf­te umrun­den. Um links­rum oder rechts­rum ist rela­tiv egal, wobei rechts­rum die kür­ze­re Stre­cke ist.

Schließ­lich hat man es dann geschafft und man befin­det sich auf dem Berg – wie ich:

Was fin­det man oben auf der Berg­spit­ze? Gern wür­de man sich wün­schen, etwas Beson­de­res auf der Berg­spit­ze zu fin­den, z. B. eine Nach­richt als Info­ta­fel am Baum für die Berg­stei­ger oder den rei­sen­den Rothen­pie­ler-Nach­kom­men. Jedoch fin­det man nichts der­glei­chen auf der Berg­spit­ze. Eher im Gegen­teil: die Berg­spit­ze wird land­wirt­schaft­lich genutzt. Denn auf der Berg­spit­ze stand eine klei­ne Heumäh­ma­schi­ne, die einen bereits einen Teil des getrock­ne­ten Gra­ses auf der Berg­spit­ze abge­tra­gen hat. Sonst fin­det man neben dem Rothen­büh­legg­baum und einer schö­nen Aus­sicht in die Fer­ne nicht Wei­te­res – außer einen Ver­mes­sungs­stein, die ich im Boden fand.

Für den Rück­weg wähl­te ich dies­mal den Weg, der über Unter-Rothen­bühl, Obe­re Grü­ni und Unte­re Grü­ni führ­te: https://​goo​.gl/​m​a​p​s​/​f​U​m​X​j​V​r​d​9​QM2. Der Weg zwi­schen Ober- und Unter-Rothen­bühl bestand nur auf Fels­ge­röll und war von einem klei­nen Wäld­chen umge­ben. Erst ab Unter-Rothen­bühl war der Weg als Stra­ße wie­der asphal­tiert gewe­sen. Die Stra­ße schlen­gel­te sich anschließ­lich mehr­mals berg­ab, bis schließ­lich wie­der stur­stracks in Tal führt.

An die­ser Stra­ße führ­te ein klei­ner Bach Was­ser mit sich. Die­ser Bach heißt Rot­bach und er steht in nament­lich in einer Ver­bin­dung mit Rothen­bühl und einem wei­te­ren, unmit­tel­bar benach­bar­ten Berg/​Gehöft namens Röth­lis­berg. Über die­se Namens­ver­bin­dung wer­de ich aller­dings in einem spä­te­ren, sepa­ra­ten Bei­trag etwas schrei­ben.

Die Stra­ße, die von Unter-Rothen­bühl wie­der in das Tal zurück­führ­te, wur­de kaum befah­ren und wirk­te ein wenig abge­le­gen. Es gab auch dort meh­re­re Wald­stü­cke, die die­se Abge­le­gen­heit noch ver­stärk­ten. Es war ein spür­bar ruhi­ge und grü­ne Idyl­le gewe­sen, die vom Rot­bach durch­flos­sen wur­de. Ich kann daher auch gut ver­ste­hen, wes­halb die bei­den, auf dem Weg lie­gen­den Gehöf­te Obe­re Grü­ni und Unte­re Grü­ni so hei­ßen, wie sie hei­ßen.

Veröffentlicht von

Michael Johne

Als Rothenpieler-Nachfahre und Genealoge erforsche ich die Nachkommenschaft des Schweizers Johannes Rothenpieler.

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