Der Rothen­büh­legg

Bei mei­nen letz­ten Besuch 2015 in Rothen­bühl hat­te ich mir bis­her nicht die Fra­ge gestellt, wo eigent­lich die höchs­te Erhe­bung am Rothen­bühl zu fin­den ist. Mit mei­nem aktu­el­len Besuch ging ist die­ser Fra­ge genau­er nach.

Der Rothen­büh­legg defi­niert sich als höchs­te Erhe­bung von Rothen­bühl bzw. des Rothen­bühls. Der Name setzt sich aus „Rothen­bühl“ und „-egg“ zusam­men. Das Suf­fix „-egg“ ist für Deut­sche eher ein unbe­kann­tes Wort, für länd­li­che Schwei­zer und Öster­rei­cher jedoch ein ver­trau­tes Wort in der Spra­che. Das Suf­fix „-egg“ ist ety­mo­lo­gisch mit dem deut­sche Wor­te „Eck(e)“ ver­wandt und ent­spricht im Bezug auf einer Anhö­he weit­ge­hend als „Ecke“, „Kan­te“ oder „Spit­ze“.

Für mei­ne dies­jähr­li­che Wan­de­rung nach Rothen­bühl hat­te woll­te ich die Berg­spit­ze des Rothen­bühls direkt wahr­neh­men. Die­sen Umstand hat­te ich bei mei­ner ers­ten Wan­de­rung ver­passt. Auch durch die Kahl­heit der Bäu­me in der Win­ter­land­schaft fiel es leich­ter, die Berg­spit­ze wahr­zu­neh­men. Nach­fol­gend zei­gen die Auf­nah­men den Rothen­büh­legg und den dar­auf befind­li­chen Baum.

Lei­der konn­te ich den Rothen­büh­legg nicht bestei­gen. Es war zwar besteig­bar, durch den dar­auf befind­li­chen, 10 cm hohen Schnee wur­de jedoch der Auf­stieg erschwert und es bestand zudem Rutsch­ge­fahr. Für eine mög­li­che, spä­te­re Wan­de­rung hebe ich mir die Absicht des Auf­stiegs zum Rothen­büh­legg auf, wenn die Wet­ter­be­din­gun­gen ent­spre­chend gut sind.

Dass auf der Berg­spit­ze des Rothen­bühls über­haupt ein Baum stand, fand ich schon etwas belus­ti­gend. Ich den­ke, es war zu dama­li­ger Zeit jedoch eine Art Brauch­tum, auf einer hohen, mar­kan­ten Berg­hö­he als Aus­druck der Berg­ma­jes­tät einen Baum zu pflan­zen. Die­ser Umstand fiel mir auch auf der wei­ten Gegend auf, als ich nach Rothen­bühl wan­der­ten. An eini­gen, fer­ne­ren Ber­gen befand sich oft ein bepflanz­ter Baum.

Anbei habe ich mei­ne alten Fotos von 2015 noch ein­mal gesich­tet und den Rothen­büh­legg mit einem roten Pfeil zum Ver­gleich mar­kiert.

Veröffentlicht von

Michael Johne

Als Rothenpieler-Nachfahre und Genealoge erforsche ich die Nachkommenschaft des Schweizers Johannes Rothenpieler.

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